Dienstag | 25.01.2022 | 19:00 Uhr
Prof. Dr. Hans Kloft, Bremen

Judentum und Antisemitismus – das antike Erbe

Zusammen mit Deutsch-Israelische-Gesellschaft, Goethe-Gesellschaft, Fk der Antike, Historische Gesellschaft

Der Antisemitismus ist ein Phänomen, das im Prinzip von alters her existiert. Der Hass auf die Juden hat sich in der Alten Welt parallel zur Konstitution des Judentums herausgebildet, in Ägypten, im Hellenismus und in Rom literarische Form gefunden.
Der Vortrag geht beiden Phänomenen nach: der Entstehung des Judentums in Palästina während des 5. und 4. Jhs v. Chr. und den Anfeindungen, welche die Ethnogenese und das religiöse Profil begleiteten. Das frühe Christentum hat den Judenhass aufgenommen, verstärkt und gleichsam zu einer eigenen DNA entwickelt. Die alten Vorbehalte besitzen als Antisemitismus ihre Wirkung bis auf den heutigen Tag.

Abbildung zeigt Hans Kloft
Foto: Harald Rehling

Prof. Dr. Hans Kloft war von 1977 bis 2004 Professor für Alte Geschichte an der Universität Bremen. Er ist Vorsitzender des Freundeskreises der Antike, Vizepräsident der Wittheit zu Bremen seit 1995 und Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsche Presseforschung. Hans Kloft studierte klassische Philologie, Geschichte und Politikwissenschaft in Köln und Bonn. 1974 Habilitation an der RWTH Aachen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur antiken Sozial-, Wirtschafts-, Religions- und Rezeptionsgeschichte, u. a. Liberalitas Principis, Studien zur Prinzipatsideologie, Arbeit und Arbeitsverträge in der griechisch-römischen Welt, die Wirtschaft des Imperium Romanum, Mysterienkulte der Antike. Viele Jahre Sprecher und Dekan des FB Sozialwissenschaften.