Stadtarchiv Bremerhaven

Stadtarchiv Bremerhaven

Das Stadtarchiv steht jedem Interessierten offen. Die Geschichtsvermittlung wird durch wissenschaftliche Forschungen und Veröffentlichungen sowie durch regelmäßige Vorträge, Ausstellungen, historische Stadtrundgänge und Exkursionen, archivpädagogische Angebote und Arbeitskreise gefördert.

Das Stadtarchiv, 1926 als Verwaltungsinstitution der damaligen Stadt Wesermünde eingerichtet, hat sich seit Mitte der 1960er Jahre zu einer in die Öffentlichkeit wirkenden Dienstleistungseinrichtung entwickelt. Die im Archiv verwahrte schriftliche Überlieferung, überwiegend Aktenmaterial der Stadtverwaltung, ergänzt durch Schriftgut privaten Ursprungs und eine Reihe von Sammlungen, steht jedem Interessierten offen.

Leiterin Dr. Julia Kahleyß
Stadthaus 5
Hinrich-Schmalfeldt-Straße
27576 Bremerhaven
T (04 71) 5 90-2121
F (04 71) 5 90-20 05
julia.kahleyss@magistrat.bremerhaven.de
www.stadtarchiv-bremerhaven.de

Geschäftszeiten Mo. 9 – 12.30 Uhr und 13.30 – 18 Uhr
Di. – Do. 9 – 12.30 Uhr und 13.30 – 16 Uhr
Fr. 9 – 12 Uhr

 

HISTORISCHER STADTRUNDGANG

Samstag, 29. Juni 2019, 15:00 – 17:00 Uhr
In Kooperation mit der Schiffahrtsgeschichtlichen Gesellschaft Bremerhaven.
Die Anfänge des Fischereihafens I
Treffpunkt: Fischereihafen, Friedrich-Albert-Pust-Platz
Referent: Dr. Dirk J. Peters, Technikhistoriker und Industriearchäologe

Am heutigen Friedrich-Albert-Pust-Platz befand sich das Zentrum des Fischereihafens I, der von 1891 – 1896 von Preußen erbaut und am 1. November 1896 offiziell eröffnet wurde. Elf Reedereien mit 39 Fischdampfern sowie 26 Fischgroßhandlungen waren von der südlichen Geestekaje in den neuen Spezialhafen umgezogen, der von der FBG verwaltet wurde. Das Hafenbecken war in der Form eines gekrümmten Schlauches mit 1200 m Länge und 60 m Breite als tideoffener Hafen ohne Schleuse in die Weser errichtet worden. Kernstück der Anlage mit direkter Eisen- und Straßenbahn- sowie Fähranbindung war die 452 m lange kombinierte Auktions- und Packhalle I mit dem Fischereihafenrestaurant und Seemannsheim. Die Versorgung der Fischdampfer mit Kohle und Eis erfolgte getrennt von den Löscharbeiten.

Der Rundgang folgt der Hoebelstraße, benannt nach dem Erbauer des Fischereihafens I, Theodor Hoebel. Er beginnt an der Westkaje mit Blick auf das östliche Ufer in der Nähe des ehemaligen Seemannsheims mit den Hallen V und VI und endet an der einstigen Elektrischen Zentrale mit den ehemaligen Wohnhäusern der Hafenverwaltung.

 

Sonntag, 21. Juli 2019, 15:00 – 17:00 Uhr
In Kooperation mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum und der Schiffahrtsgeschichtlichen Gesellschaft Bremerhaven.
Der Fischereihafen I im 20. Jahrhundert
Treffpunkt: Ecke Eiswerkestraße/Kohlenkai
Referenten: Heino Brockhage, Dr. Peter Dittrich, Sebastian Gregorius (FBG), Jasmin Hettinger M.A. (Deutsches Schifffahrtsmuseum), Dr. Julia Kahleyß (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Stadtarchiv)

Der Rundgang beleuchtet die Geschichte prägender Industrien rund um den Fischereihafen I mit Schwerpunkt im 20. Jahrhundert. Dazu gehören die Eiswerke, die FBG sowie ein Exkurs zur Bahngeschichte. Daneben werden verschiedene Traditionsgaststätten am heutigen Schaufenster Fischereihafen, zum Beispiel die Gaststätten Rosengarten und Krohn’s Eck und die Rolle der Friseure im Fischereihafen der 1950er Jahre genauer beleuchtet und einige sogenannte „Originale‟ aus dem damaligen Fischereihafen näher beschrieben. Der Rundgang wird durch Zeitzeugenberichte aufgelockert und illustriert.

 

Montag, 12. August 2019, 15:00 – 17:00 Uhr
In Kooperation mit der Bürgergemeinschaft Wulsdorf 65 e.V., dem Kultursommer Süd und dem ver.di-Ortsfrauenrat.
Kirche, Schule, Bauersleute: Schlaglichter der Wulsdorfer Geschichte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert
Treffpunkt: Vor der Dionysiuskirche
Referenten: Stadtverordnetenvorsteher a.D. Artur Beneken, Christine Holzner-Rabe M.A., Dr. Julia Kahleyß (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Stadtarchiv), Pastor Matthias Schäfer (Ev.-luth. Kirche Wulsdorf), Urte Schipporeit, Berit Seitz, Gerd Wille (Bürgergemeinschaft Wulsdorf 65 e.V.)

Wie lebten die Wulsdorferinnen und Wulsdorfer vor etlichen hundert Jahren? Was passierte im Wulsdorfer „Buernhus‟? Seit wann gab es eine Schule in Wulsdorf? Und wer waren eigentlich die „Jeduten‟? Diese und ähnliche Fragen werden auf dem Rundgang durch die Wulsdorfer Geschichte direkt vor Ort geklärt. Außerdem werden bekannte Wulsdorferinnen vorgestellt, deren Lebensgeschichte während eines Workshops im Stadtarchiv Bremerhaven erforscht wurde.

 

Sonntag, 08. September 2019, 10:00 – 12:00 Uhr
In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Lloydstraße, Milchbar, VHS und das „Tivoli‟ – Umbrüche und Zeitenwenden im Stadtteil Mitte
Treffpunkt: VHS Bremerhaven, Vorplatz
Referenten: Dr. Julia Kahleyß (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Stadtarchiv), Olaf Mahnken, Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Sonderbauten und Denkmalschutz)

Architektonische Zeugnisse der Moderne in Bremerhaven gibt es im Stadtteil Mitte in seltener Häufigkeit. Bei dem Rundgang erhalten die Teilnehmenden Einblicke in bekannte, jedoch normalerweise nicht zugängliche, Bauwerke, zum Beispiel die „Milchbar‟ und das bekannte Theater „Tivoli‟. Weitere Ziele sind die Volkshochschule und der Gebäudekomplex Bürgermeister-Smidt-Str. 120 – 126.

Der Rundgang ist teilweise barrierefrei.

 

Sonntag, 08. September 2019, 15:00 – 17:00 Uhr
In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Industrielle Entwicklung und Wohnwasserturm – der Umbruch zur Moderne in Wulsdorf
Treffpunkt: Edeka-Parkplatz vor dem ehemaligen Warrings-Gelände; Weserstraße 112
Referenten: Rosemarie Blum, Dr. Julia Kahleyß (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Stadtarchiv), Olaf Mahnken, Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (Magistrat der Stadt Bremerhaven, Sonderbauten und Denkmalschutz)

Das einstige Bauerndorf Wulsdorf erlebte im 20. Jahrhundert viele Veränderungen: im politischen Bereich mit der Eingemeindung nach Geestemünde, später Wesermünde und Bremerhaven, aber auch besonders im Sozial- und Wirtschaftsleben. Der Stadtteil vergrößerte sich schnell, Industrie siedelte sich in Wulsdorf an und traditionelle gesellschaftliche Strukturen verschwanden. Dies spiegelte sich auch in der Architektur wider, was sich beispielhaft im Bau des Wulsdorfer Wohnwasserturmes zeigt. Weitere Ziele des Rundganges sind das ehemalige Gelände der Firma Warrings, der Gedenkstein für Zwangsarbeiterinnen im Zweiten Weltkrieg, die Paula-Modersohn-Schule und die Martin-Luther-Kirche.

Der Rundgang ist teilweise barrierefrei.

 

Passend zu den Rundgängen zum Thema Fischereihafen veranstalten wir einen
Schreib- und Lesekurs Historische Schriften für Fortgeschrittene
in Kooperation mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum und der VHS Bremerhaven.
Kursleitung: Jasmin Hettinger M.A., Dr. Julia Kahleyß
Termine: 21.09.19, 12.10.19, jeweils 10.30-12.30 Uhr
Tauchen Sie ein in die Geschichte Bremerhavens und lernen Sie den Fischereihafen von einer ganz anderen Seite kennen! Unter fachkundiger Anleitung lesen Sie Originaldokumente aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum und dem Stadtarchiv Bremerhaven und erfahren spannende Geschichten über dieses wichtige Handelszentrum. Gleichzeitig wird die Fähigkeit zum Lesen deutscher Kurrentschriften geschult.

Anmeldung bitte bei der VHS:
0471 590-4711 ▪ info@vhs-bremerhaven.de
Lloydstraße 15, 27568 Bremerhaven

Das Angebot ist kostenfrei.

Weitere Veranstaltungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.