Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Bremen e.V.

Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Bremen e.V.

Die Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft e.V. wurde im Jahre 1984 gegründet. Der Verein hat zur Zeit 125 Mitglieder. Neben verschiedenen Konzerten bietet der Verein für die Öffentlichkeit auch regelmäßig Vorträge zu verschiedenen musikwissenschaftlichen Themen an.

Vorsitzender Harry Hoffmann
Braunschweiger Str. 90
28205 Bremen
0421 – 430 7988
harryhoffmann@freenet.de

Stellvertretender Vorsitzender Hans-Martin Schäfer
Koenenkampstr. 50
28231 Bremen
0421 – 633 732
hans-martin@nord-com.net

www.bachgesellschaft.de

 

Vorträge 2019
im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

Mi., 20. November 2019, 18 Uhr
HANS SALGER, BREMEN
Der Streicherklang in Leipzig zur Zeit Johann Sebastian Bachs
und der Geigenbau in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts
Der Vortrag wird durch Barockmusik ergänzt.

Der Bremer Barockgeigenbauer Hans Salger wird die im Spätbarock gebräuchlichsten Streichinstrumente erläutern und dabei insbesondere auf die Situation in Leipzig zur Bach-Zeit eingehen.
Der in Leipzig führende Saiteninstrumentenbauer war Johann Christian Hoffmann (1683-1750). Er belieferte die Leipziger Kirchen St.Thomas uns St.Nikolai mit Streichinstrumenten, war mit Bach befreundet und galt außerdem als einer der besten  Lautenbauer seiner Zeit.
Harry Hoffmann wird biografische Details zu J.C.Hoffmann vortragen.
Es musizieren Regine Freitag und Bodo Lönartz, Mitglieder des Bachischen Collegiums Bremen.

Hans Salger hat von 1979 bis 1984 in Cremona und in München Geigenbau gelernt und anschließend 12 Jahre in Niederbayern zunächst als Geselle, dann als Meister gearbeitet. In dieser Zeit hat er sich vollständig auf historische Streichinstrumente umorientiert.
Seit 1997 ist er in seiner Werkstatt in Bremen als Spezialist für Barockgeigen, -Bratschen, -Celli und seltenere Instrumente wie Viola d’Amore tätig.
Für das Grassi-Museum in Leipzig und die Musikhochschule in Graz hat er Nachbauten der fünf Streichinstrumente aus dem Freiberger Dom angefertigt.
Hans Salger konzertiert auch als Geiger und Bratscher in verschiedenen Barockorchestern.

Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 5 Euro, freier Eintritt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres)

 

Mi., 19. Februar 2020, 18 Uhr
DR. OLIVER ROSTECK, BREMEN
Johann Sebastian Bach in Bremen – Die Bach-Rezeption in Bremen vom Barock bis zur Romantik
Vortrag mit musikalischer Begleitung: Renate Meyhöfer-Bratschke, Cembalo

Wenn auch bremische Musiker in der Musikgeschichte des Barock, der Klassik und der Romantik zumeist über regionale Berühmtheit nicht hinausgekommen sind, so spielt die Hansestadt doch in der Rezeption des Werks von Johann Sebastian Bach schon zu seinen Lebzeiten eine bedeutende Rolle.
Wie diese Beziehungen zwischen Bremen und Bach im 18. und 19. Jahrhundert ausgesehen haben, wird Inhalt des Vortrags sein.
Im Barock pflegten insbesondere die Bremer Domkantoren Verbindungen nach Leipzig, Grund war die bedeutende Leipziger Herbstmesse, die auch als Umschlagplatz für Musikalien und Instrumente bekannt war. Somit sind auch Kontakte zum dortigen  Musikleben sehr wahrscheinlich und möglicherweise auch zu J.S.Bach selbst.
Für eine kontinuierliche Pflege des Bachschen Werkes in Bremen bereits im frühen 18.Jahrhundert sorgte insbesondere der Domorganist und städtische Musikdirektor Wilhelm Friedrich Riem.

Dr. Oliver Rosteck, Bremen
1991 – 1998 Promotionsstudium der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Volkskunde/Europäischen Ethnologie Promotion zum Dr. phil., Thema der Dissertation: „Bremische Musikgeschichte von der Reformation bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts“, herausgegeben von der Eres Edition Lilienthal, 1999.
2004 – 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Bremen
2005 – 2007 Studium der Musikpädagogik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Bremen
2007 – 2008 Referendar am Studienseminar Oldenburg/Niedersachsen mit den Fächern Musik und Geschichte
seit 2008 Studienrat im Kirchendienst an der Kath. St. Johannis-Schule, Bremen für Musik und Geschichte.

Renate Meyhöfer-Bratschke ist Kantorin an der Klosterkirche in Lilienthal.

Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 5 Euro, freier Eintritt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres)