Hanse Wissenschaftskolleg HWK

Hanse Wissenschaftskolleg HWK

Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) ist eine Stiftung der Länder Bremen und Niedersachsen sowie der Stadt Delmenhorst. Als unabhängiges Institute for Advanced Study fördert das Kolleg die disziplinäre und interdisziplinäre Zusammenarbeit international anerkannter Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler, indem Gastwissenschaftlern (Fellows) die Möglichkeit geboten wird, sich frei von akademischen Verpflichtungen für einen bestimmten Zeitraum auf ein Forschungsvorhaben oder ein wissenschaftliches Projekt zu konzentrieren.

Dabei kooperieren die Fellows weltweit mit Kolleginnen und Kollegen  ebenso wie mit den Universitäten und Forschungseinrichtungen in der Region.
Die gute und kontinuierliche Kooperation seitens des HWK mit den benachbarten Forschungseinrichtungen und Universitäten ermöglicht es, deren Laborplätze für Forschungsvorhaben der Fellows zu nutzen, so dass während der HWK-Fellowships neben theoretischen auch experimentelle Forschungsvorhaben realisiert werden können.
Die durch einen solchen Aufenthalt geförderte Selbstöffnung des Einzelnen für inter- und transdisziplinäres Denken wird unterstützt durch die gleichzeitige Anwesenheit von Artists in Residence und den damit gelebten Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst.
Das HWK bietet sich darüber hinaus im Rahmen seines Tagungsprogrammes und mit seinen an die Öffentlichkeit gerichteten Vortragsreihen als Ort intellektueller Auseinandersetzung an. Kennzeichnend für die Tagungen und Workshops sind ihre internationale Ausrichtung und die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmer.
Die ganz besondere Atmosphäre des Kollegs, mitbegründet durch eine international und interkulturell zusammengesetzte Gemeinschaft von Wissenschaftlern, eingebettet in die exzellente Wissenslandschaft der Nordwestregion und weltweit vernetzt mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Universitäten, sorgt für optimale Arbeits- und Lebensbedingungen am Hanse-Wissenschaftskolleg.
Vier Forschungsschwerpunkte bilden das besondere Profil des HWK: Energy, Earth, Brain, Society.
Mit diesen Schwerpunkten trägt das HWK wesentlich dazu bei, überregional und international anerkannte Forschungspotentiale und Exzellenzcluster auch der Universitäten und Forschungseinrichtungen in der Region zu stärken und zu vernetzen.

Rektor Prof. Dr. Reto Weiler
reto.weiler@h-w-k.de
Sekretariat Susanne Schwarz
sekretariat@-w-k.de

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bijan Kafi
bkafi@h-w-k.de
Lehmkuhlenbusch 4
27753 Delmenhorst
T 04221.9160-100
F 04221.9160-199
info@h-w-k.de
www.h-w-k.de

 

Vorträge:

Mo 11. November 2019, 19:30 Uhr
Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst
Eintritt frei
Dr. Bernhard Fink, Göttingen
Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Wie die Evolution unsere Partnerwahl beeinflusst

 

Abstract
Die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Sie versetzt uns in Euphorie und veranlasst uns zu sexueller Hingabe, ist aber auch Ursache von zwischenmenschlichen Konflikten. Von der Liebe handeln unzählige Mythen und Kunstthemen, und es vergeht kein Tag an dem sie die Menschen unberührt lässt. Aber kann man diese Leidenschaft des Menschen für die Liebe auch wissenschaftlich erklären? Verhaltensbiologen meinen: ja! Was Menschen aneinander anziehend finden folgt biologischen Gesetzmäßigkeiten. Jedoch ist die Suche nach dem ‚optimalen’ Partner gekennzeichnet vom ‚Kampf zwischen den Geschlechtern und dem Krieg der Signale‘. Welche Bedeutung Gesichter, Körper und Körperbewegungen dabei haben, und welche Informationen über die Partnerqualitäten des Gegenübers wir aus diesen Merkmalen ableiten, wird in diesem Vortrag diskutiert. Anhand von aktuellen Studien wird verdeutlicht, wie viel Biologie auch heute noch im sozialen Umgang mit unseren Mitmenschen und vor allem bei der Suche nach einem Partner steckt. Ob dies die Liebe erklären kann, wird die Wissenschaft noch lange beschäftigen. Eines scheint jedoch klar zu sein: die biologischen Mechanismen der Partnerwahl und die neurochemischen Veränderungen beim Verliebt sein fördern den Zusammenhalt der Paarbeziehung und sind somit ein Schlüssel für die erfolgreiche Aufzucht von Nachkommen und den Weiterbestand unserer Art.

 

Vita
Bernhard Fink, geb. 1973, untersucht menschliches Verhalten aus einer evolutionären Perspektive. Nach seiner Promotion und wissenschaftlichen Tätigkeit an der Universität Wien ist der Anthropologe im Jahr 2005 an die Universität Göttingen gewechselt. Seine Forschungsergebnisse hat er in über 150 wissenschaftliche Originalarbeiten dargestellt, auf nationalen und internationalen Fachtagungen präsentiert, und in zahlreichen Fernseh- und Radiobeiträgen einem breiten Publikum nähergebracht. Von 2018 bis 2019 war er Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung wird im Anschluss in der Mediathek auf der Website des Hanse-Wissenschaftskollegs  abrufbar sein.

Für Hintergrundinformationen, Bildmaterial sowie Terminvereinbarungen für Interviews mit dem Redner kontaktieren Sie bitte:
Bijan Kafi
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
bkafi@h-w-k.de oder Tel.: 04221 9160-171.