Dienstag | 27.04.2021 | 19:00 Uhr
Prof. Dr. Ulf Riebesell, Kiel

Kann der Ozean helfen, das 2-Grad Klimaziel zu erreichen?

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Zusammen mit dem Übersee-Museum und der Universität Bremen

Mit dem Pariser Klimaabkommen haben 194 Länder einen rechtsverbindlichen Vertrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad geschlossen. Dieses Ziel ist allerdings nur erreichbar, wenn neben einer drastischen Reduktion der Treibhausgasemissionen auch aktive CO2-Entfernung zur Anwendung kommt. Im Fokus stehen hierbei mögliche Optionen an Land, wie Aufforstung und Bioenergie, die allerdings im Konflikt mit anderen gesellschaftlichen Interessen wie Ernährungssicherheit, Urbanisierung und Erhaltung der Ökosysteme stehen. Könnte der Ozean dazu beitragen, das 2-Grad-Ziel zu erreichen? Schon heute ist der Ozean der stärkste Puffer gegen den menschengemachten Klimawandel. Welche Maßnahmen für zusätzliche CO2-Aufnahme im Ozean kämen in Betracht, was wären die möglichen Risiken und Nebenwirkungen?

Abbildung zeigt Ulf Riebesell

Prof. Dr. Ulf Riebesell ist Leiter der Forschungseinheit Biologische Ozeanographie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und seit 2003 Professor für Marine Biogeochemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er studierte Biologie und biologische Ozeanographie in Kiel, Seattle und Rhode Island, promovierte an der Universität Bremen und arbeitete als Nachwuchswissenschaftler an der University of California Santa Barbara und am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.
Für seine Forschungen zum Ozeanwandel und dessen Auswirkungen auf das Leben im Meer wurde er 2011 mit der Vernadsky-Medaille der Europäischen Geowissenschaftlichen Union, 2012 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 2017 mit einem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet.