Dienstag | 08.12.2020 | 19:00 Uhr
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, PD Dr. Frank Hatje, Hamburg

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher II (1802 – 1810)

Wir bitten um vorherige Anmeldung

Zusammen mit der Historischen Gesellschaft, der Goethe Gesellschaft und der Universität Bremen

Der Hamburger Jurist und gebürtige Bremer Ferdinand Beneke (1774 – 1848) hat mit seinen Tagebüchern samt den von ihm beigefügten Briefen und Manuskripten eines der fesselndsten Dokumente zur Kultur und Lebenswelt des Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz hinterlassen. Denn Beneke erweist sich als Seismograph seiner Zeit, ob er nun über Politik oder Alltag, Literatur oder Familienleben, Reisen oder Religion schreibt und uns nachzuvollziehen erlaubt, wie sich Ansichten und Ideen, die die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts prägen sollten, aus den Zeitumständen entwickelt haben. Die zweite, jüngst erschienene Abteilung der Tagebuch-Edition ist in dieser Hinsicht besonders aussagekräftig. Sie beginnt mit Friedenshoffnungen und endet mit der Annexion der Hansestädte durch das französische Kaiserreich. Sie zeigt den Wandel Benekes vom Schüler der Aufklärung zum Frühromantiker, von der Begeisterung für die Französische Revolution zu einer Weltanschauung, die Begriffe wie Nation und Republik, Religion und Geschichte zusammendenkt.
In einer Kombination aus Vortrag und Lesung geben Jan Philipp Reemtsma und Frank Hatje Einblicke in den Tagebuchkosmos.

Abbildung zeigt Jan Philipp Reemtsma
Foto: Daniel Reinhardt, © Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, geb. 1952, Gründer und Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und der Arno Schmidt Stiftung, Gründer und bis März 2015 Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung.

 
Abbildung zeigt Frank Hatje

PD Dr. Frank Hatje studierte in Tübingen und Hamburg Geschichte, Germanistik und Griechische Philologie. Seit seiner Habilitation lehrt und forscht er als Privatdozent am Historischen Seminar der Universität Hamburg zu Themen der Frühen Neuzeit. Von 2001 bis 2018 leitete er zusammen mit Ariane Smith die Beneke-Edition. Gegenwärtig schreibt er an einer Monographie über Beneke.